Die Sanddünen des Borsacchio Reservats, eine sich ständig verändernde Landschaft

Stellen wir uns vor, wie der Wind unermüdlich über den Sand bläst und ihn ständig bewegt. Er bläst, immer wieder… Er bewegt den Sand, bis er auf eine Pflanze trifft, der Sand sammelt sich an und in einem wiederholten, aber magischen Akt bildet sich die Düne.


Küstensanddünen unterscheiden sich von beweglichen Dünen im Landesinneren, weil sie von Vegetation durchzogen sind, die ihren Fortschritt ins Landesinnere blockiert. Die Küstenvegetation ist eine Art natürliche Barriere, die verhindert, dass der Sand zu weit wandert, und sobald es den Pflanzen gelingt, Wurzeln zu schlagen, beginnt ein echter Kolonisierungsprozess.


Die Vegetation der Dünen ist in Bändern verteilt, und wenn wir eine imaginäre Linie nach innen zeichnen, können wir sehen, dass das erste Band von Pflanzen besetzt ist, die im feuchten Sand wachsen. Aber erst im zweiten Band, über dem maximalen Gezeitenstand, finden wir Pflanzen, die an salzige oder brackige Umgebungen angepasst sind und im Herbst oder späten Winter keimen und eine kurze Vegetationsperiode haben, die ausreicht, um eine Barriere gegen den vom Wind getragenen Sand zu bilden.

Schließlich ist das dritte Band durch das Vorhandensein von embryonalen Dünen gekennzeichnet, in dem die führende Art eine Strand-Gramigna ist, die sich perfekt an die besonderen sandigen Bedingungen anpasst. Nach der Pionierphase besiedeln andere Pflanzen die Düne und werden dauerhaft, indem sie eine natürliche Barriere gegen den Sand bilden. Hinter den weißen Dünen, wo das Hinterdünen-Gebiet noch intakt ist, befinden sich feuchte Gebiete, die sich durch Regenwasser oder Grundwasser entwickeln.

Ein Spektakel der Biodiversität.

Dieses Spektakel der Biodiversität beherbergt zahlreiche Arten von Küstenflora, zu den wichtigsten gehören die Eiche, der Schlehdorn, der Süßholz, die wilde Karotte, die Strandambrosie sowie der Strandluzerne, der Zistrosenstrauch, der Mastixstrauch, der Lorbeer, der Dolden-Fenchel, der Rosmarin und die Steineiche.

Dann gibt es viele weitere charakteristische Pflanzen, die für verschiedene Zwecke geeignet sind. Zum Beispiel wird Rostraria, eine einjährige Pflanze mit einer besonderen zylindrischen Form, häufig in Trockenblumenarrangements verwendet und ist auch für wissenschaftliche Forschung von großem Interesse. Diese Graspflanze beherbergt einen Käferparasiten von Weizen und anderen Getreidearten.

Die Erforschung der Beziehung zwischen Rostraria und dem Weizenkäfer kann dazu beitragen, biologische Bekämpfungsstrategien zum Schutz der Ernte zu verstehen und zu entwickeln.

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